Sonstiges

Die Geschichte des Marktplatzes

Die Wiese gehörte den Vorfahren von Bauer Herbert Tilg (Urtl) und war Teil eines Schießstandes. Geschossen wurde aus dem Gebäude des heutigen Kindergartens, über die Wiese in Richtung Stubenböck- Haus (Haus „Venet“). Um 1885 baute die Gemeinde einen anderen Schießstand, das Objekt wurde zu einer Kinderbewahranstalt ausgebaut.


Die Wiese hat die Gemeinde zum Viehmarktplatz ausgebaut. Für die Besucher wurde mittig in der Wiese, direkt an der Straudi- Grundgrenze (heutige Mauer mit Drahtzaun) eine „Latrine“ gebaut (sprich: ein öffentliches WC der alten Schule). Die Abwässer wurden direkt auf die dahinter liegende, etwas tiefere Straudi- Wiese abgeleitet. Der Viehmarkt (bis in die 60er Jahre als solcher genutzt) zählte nicht selten bis zu 1.500 Tiere.


Während der wirtschaftlich schwierigen Kriegszeiten des 1. und 2. Weltkrieges wurden von hungernden Anreinern zahlreiche Gemüsegärten angelegt.

Ungefähr ab den 60ern wurde der Platz von Kindern und Jugendlichen aus der Stadt bzw. Angedair als Fußballplatz „entdeckt“ und als solcher verwendet.


Der Marktplatz wurde aber auch als Festplatzgelände für zahlreiche Zeltfeste genutzt. So hatten die „Zillertaler Schürzenjäger“ im Sommer 1993 ihren legendären Auftritt vor gut 2.000 Fans.


Mitte der 90er hatte der Viehmarktplatz als solcher und als Festplatzgelände ausgedient. Die Stadtgemeinde Landeck pachtete das heutige Gelände im Anschluss an den „M-Preis“, in der sogenannten „Egerte“, von der Kath. Kirche als neuen Viehmarktplatz an.


Aber bevor der Marktplatz nur noch als Spielplatz genutzt werden durfte, hatte er noch eine Hürde zu überwinden: Ein Wohnblock sollte auf ihm entstehen! Dieses Projekt wurde aber schließlich doch nicht verwirklicht, sondern erkannt, dass der Platz endgültig als Freiraum für Kinder und Jugendliche aus dem (hauptsächlich) Ortsteil Angedair, wo es aufgrund der dichten städtischen Verbauung kaum Freiflächen gibt, erhalten bleiben soll!

 

 

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